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 Betreff des Beitrags: Als der Weihnachtsmann die Nüsse vergaß...
BeitragVerfasst: 13. Dez 2012 22:59 
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Als der Weihnachtsmann die Nüsse vergaß...

Nun ihr Lieben, ich will euch eine Geschichte erzählen. - Eine Weihnachtsgeschichte -
Die Geschichte ist wahr! Das kann ich bezeugen. Denn mein kleiner Mops hörte sie bei seinen morgendlichen Geschäften auf der Hundewiese. Dort erzählte sie ein wirklich weit gereister Mops. Ein Graubart- Ein echter Adeliger mit Papieren, und der muss es schließlich wissen.... und die Geschichte geht so:

Die Nordlichter tanzten zur Weihnachtszeit immer wilder über dem schneebedeckten Haus des Weihnachsmannes. Der Wind wehte um das Dach und pfiff laut zur Betriebsamkeit im Haus. So manches Mal trieb ihn die Neugier, was wohl im Haus des Weihnachtsmannes gearbeitet wurde, dann klopfte er an einen Fensterladen oder fuhr in die Glocke, die an der Eingangstüre hing, und schüttelte sie wild hin und her. Aber sehen konnte er trotzdem nichts, denn die Fenster hatten ein Kleid aus Eisblumen an und schützen den Weihnachtsmann vor neugierigen Blicken.

Im Haus lag ein kleiner Mops auf einem roten Samtkissen vor einem Kamin, in dem lustig ein Feuer knisterte. -- Ja, der Weihnachtsmann hat einen Mops...das wusstet ihr sicher noch nicht. Aber so ein lustiger Mann hat wohl das richtige Gemüt für einen Mops...und außerdem hat es der Graubart von der Hundewiese gesagt. Und der muss es ja wissen!--

An dem Tag, als der Weihnachtsmann sein Möpschen unter seinem eigenen Weihnachtsbaum fand ( niemand weiß, wie es dort hingekommen war) Da war ihm so warm ums Herz, dass er den schweren, roten Mantel und alles was er an hatte ablegen musste. Nur in Unterwäsche saß er da und betrachtete liebevoll seinen Mops. Feierlich sah das bestimmt nicht aus. Ein Weihnachtsmann in Unterwäsche... und trotzdem wagten die Weihnachtswichtel keinen Mucks zu sagen. So hatten sie den Weihnachtsmann noch nie blicken sehen. 2 dunkle, runde Augen ruhten nun abwartend auf dem Weihnachtsmann, der sich langsam wieder fing, und laut zu lachen begann. Dem Möpschen gefiel das, und bald überlegten alle, wie sie das neue Familienmitglied nun nennen wollen. Die Wichtel saßen um den Mops herum und riefen abwechselnd Namen in den Raum : Friedrich, Pims, Teddy, Konrad, Raudi, Fridolin, Tommi.... das kleine Möpschen sah verzückt von einem zum anderen. Und als der Weihnachtsmann den Namen " Ludwig" rief, da gefiel ihm der Name so gut, dass es laut bellend auf den Weihnachtsmann zuhüpfte. Nun war es also abgemacht...das Möpschen hieß Ludwig.

Viele Jahre gingen ins Land und viele Weihnachten zogen an Ludwig vorbei. Über Sommer hatte Ludwig ein tolles Leben. Die Wichtel gingen mit ihm stundenlang spazieren, sie tollten mit ihm im Garten herum oder fütterten ihn mit kleinen Käsehäppchen, der Weihnachtsmann buk für ihn Hundeplätzchen und las ihm Geschichten vor. . . Das war ein tolles Leben. Leider aber ging der Sommer schnell zu Ende, und es folgte der Herbst. Im Herbst wurde die Zeit, die für Ludwig übrig war immer knapper. Aus den langen Spaziergängen wurden kleine, kurze Runden. Zum Spielen war wenig Zeit, und der Weihnachtsmann hatte den Backofen schon lange nicht mehr für Ludwig angemacht. Und dann zur Weihnachtszeit, da hatte niemand mehr für den armen Ludwig Zeit. Die Wichtel rannten von Links nach Rechts und von Dort nach Hier geschäftig an ihm vorbei. Laut schnatternd und immer mit unfertigem Spielzeug in den Händen oder Plänen ohne ihn eines Blickes zu würdigen. -- Für Gewöhnlich spielte Ludwig dann mit seinen Spielsachen. Einen ganzen Korb voll besaß er. Aber dieses Jahr hatte er keine Lust dazu. Laut seufzend lag er auf seinem Samtkissen und langweilte sich. " ER WOLLTE HELFEN!!!" So ging er in die Werkstatt, die hinter dem großen Kamin begann, und beguckte sich dort das treiben. Überall waren Beine, und Ludwig musste aufpassen, dass niemand über ihn stolperte . " Geh weg Ludwig", " nimm sitz Ludwig" " du störst hier" " spiel mit deinen Spielsachen" " wir haben keine Zeit für dich" .. solche Dinge sagten die fleißigen Wichtel, wenn Ludwig so wie jetzt durch die Werkstatt lief. .. " ICH FÜTTERE DIE RENTIERE" dachte er sich und trippelte er geradewegs durch die Werkstatt hindurch, an deren Ende eine Tür war, die hinaus ins Freie führte. Mit einem kräftigen Ruck mit seiner Schulter öffnete er die Tür, und augenblicklich fuhr der Wind in die Werkstatt. Baupläne, Wunschzettel, Engelshaare und Weihnachtskarten tanzten lustig über den Köpfen der Wichtel herum. Diese aber riefen böse : " LUDWIG!!!!! Nun geh woanders spielen...wir haben keine Zeit für dich!"
Die Tür wurde hinter ihm zugezogen, und Ludwig trottete traurig durch den tiefen Schnee Richtung Rentierstall. Es duftete nach Heu als er durch die große Tür in das Innere des Stalls trat. Die Rentiere schnaubten leise kleine Atemwölkchen um ihn zu begrüßen. Aber auch hier gab es nichts zu tun. Die Tiere standen in einer Reihe, fraßen und ruhten sich aus. Um für den heiligen Abend genügend Kraft zu tanken. Seufzend setzte er sich hin, um die Tiere zu beobachten. Nun sahen sie aus, wie normale Rentiere. - aber wie schön die Rentiere aussahen, wenn sie vor den glitzernden Schlitten gespannt wurden. Ludwig wurde jedes Mal ganz feierlich um sein großes Herz, wenn er sie so glänzend und kraftvoll dastehen sah. Bereit einem jeden Kind seinen Herzenswunsch zu bringen. Fliegend über die Dächer der Welt zogen sie den funkelnden Schlitten des Weihnachtsmannes so mühelos.

Dann wurde ihm der Popo kalt, und er beschloss zum Weihnachtsschlitten zu gehen. Leise schlich er sich an den Rentieren vorbei, um in den Nebenraum zu gelangen, in dem der Weihnachtsschlitten stand. Das war ihm streng verboten. Das wusste er. Denn als kleiner Mops hatte er versehentlich ein Band von Donners Geschirr angebissen. Das riss auf dem Flug am Heiligen Abend, und beinahe wären alle Geschenke in den Atlantischen Ozean gekippt. Aber der Weihnachtsmann reparierte es mit seinem Schal. Seit dem hatte Ludwig Schuppenverbot.
Aber solche Dinge machte er heute natürlich nicht mehr. Heute war Ludwig für solchen Schabernack viel zu erwachsen. Er warf seinen Kopf in den Nacken und rief:" Ich bin's, Ludwig....das Rentier vom Weihnachtsmann. Aufgepasst, und alle Rentiere folgen mir!". Dann kroch er in das erste Geschirr, das schon mit dem Schlitten verbunden war, und legte sich laut zischend in die Kurve." Schschsch...und huuuuuuiiiiii höööher und schneller...." So hörte man ihn aus dem Schuppen rufen. Es dauerte auch gar nicht lange, da hörte der Weihnachtsmann das wilde Gejohle. Und er stapfte schweren Schrittes zum Schuppen. Traurig sah er dann den kleinen Ludwig im viel zu großen Rentiergeschirr in die Augen und murmelte kopfschüttelnd: " Ludwig....nun mach uns doch nicht solch einen Ärger"

Ludwig ließ sein Köpfchen sinken.Zum Weinen war ihm zu Mute. Er kam sich unnütz und überflüssig vor. Und ich glaube, er weinte auch ein bisschen. Folgsam ging er aber auf seinen Platz vor den Kamin zurück und machte keinen Ärger mehr. Ab und zu hörte man ihn aber noch tief und traurig seufzen.

Als dann der Heilige Abend gekommen war, waren alle ganz aufgeregt. Ludwig wich nicht von seinem Platz...viel zu groß war die Gefahr, dass man beim Beladen des Schlittens über ihn stolperte, und vielleicht ein wertvolles Geschenk zerbrach. Dann spannte der Weihnachtsmann an. Die Rentiere scharrten mit den Hufen und sprangen ungeduldig hin und her. Stahlharte Muskeln zeichneten sich unter ihrem Fell ab. Der Weihnachtsmann strich anerkennend jedem Rentier über den Rücken und nannte es beim Namen. "Rudolph- eine klare Nacht haben wir heute""Dasher heute gibt es einiges zu schleppen"" Dancer kannst du die Kinderherzen spüren?"" Prancer du kannst es wohl kaum erwarten"" Vixen du bist hoffentlich ausgeschlafen"" Comet mein alter Freund...gleich geht es los"" Cupid dein neues Geschirr steht dir gut"" Donner die kalte Luft tut dir gut"" Blitzen jetzt geht es los"
Dann setzte er sich auf seinen Platz im Schlitten, und rief laut " Auf geht es in die heilige Nacht hinaus, Auf zu den vielen Kinderherzen.. HOHOHO"

Der kleine Mops hatte einen dicken Kloß im Hals. Wie gerne hätte er dem Weihnachtsmann geholfen. Wie gerne würde er,- auch nur einmal - mitfliegen dürfen. .. traurig drehte er sich um, und schlurfte ins Haus zurück, da viel sein Blick auf einen Sack . Groß und grau stand er an der Eingangstür mit einer dicken, roten Schleife verschlossen. Sofort war ihm klar, dass es sich nur um die Nüsse handeln konnte, die der Weihnachtsmann in die Socken der Kinder steckte. Und sogleich fing Ludwig an zu bellen.... so laut und so wild,so ungestüm und so kräftig, dass der Weihnachtsmann sich - obwohl schon los geflogen- nochmal umsah, und die Nüsse erblickte. Die Nüsse, mit einem hüpfenden, springenden, bellenden Ludwig davor. Der Weihnachtsmann wendete seinen Schlitten, landete, und kam mit langen Schritten auf Ludwig zu. Hob ihn dann mit seinen großen Händen weit in die Luft und sagte laut:" Wie gut, dass wir dich haben mein guter Ludwig. Ohne dich hätten die Kinder nun keine Nüsse bekommen. Du bist wirklich unentbehrlich!!! Alle Wichtel johlten und lachten. Und die Rentiere lächelten ein wenig.

Na und dann passierte das Unglaubliche.... Ludwig durfte nämlich mitfahren. Auf dem Schlitten... Er konnte sein Glück kaum fassen. Stolz ließ er sich bei jedem Haus den Schornstein hinab, um in jeden Strumpf den er fand eine Nuss zu stecken. Und weil der Weihnachtsmann eh zu dick ist, übernahm er den Keks und die Milch, die für den Weihnachtsmann von den Kindern am Heiligen Abend hinaus gestellt werden.

Wenn ihr also auch solch einen Keks für den Weihnachtsmann hinaus stellt, dann guckt euch mal an, wie er abgebissen wurde. .... Vielleicht war es ja der Ludwig....


Verfasser unbekannt ..

_________________
Gruß von Paul *12.10.02 † 20.06.17, Schnute & Jürgen Bild† & Bild
Ein Hund kommt wenn man ihn ruft
Ein Mops nimmt die Einladung zur Kenntnis und kommt bei Gelegenheit darauf zurück


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